HundeführerEin Sport für Hund und Mensch.

Der Hundesport hat den höchsten Stellenwert in der Hundeausbildung.
Gearbeitet wird nach einem Programm der F.C.I. (Federation Cynologique Internationale) in:
IPO Klasse 1/2 und 3
A / Fährte
B / Unterordnung
C / Schutzdienst

Jährlich wird eine Landesmeisterschaft sowie die Coupe de Luxembourg ausgetragen wo sich die fünf besten Hunde für die Weltmeisterschaft qualifizieren und dort die Luxemburger Fahne repräsentieren (F.C.I. und W.U.S.V.)

Was ist eine Fährte?

Der Hund als Nasenspezialist wurde schon früh von den Menschen zur Suche eingesetzt. Die Anzahl der Riechzellen ist um ein Vielfaches höher als beim Menschen.

Bei der Fährtenarbeit im Hundesport wird von einem Fährtenleger eine Spur (Wiese, Acker,…), die Fährte, gelegt. Dabei legt er auf der Fährte Gegenstände (Kunststoff, Holz, Leder) ab, die der Hund bei der Ausarbeitung (dem Absuchen) zu verweisen (passiv anzuzeigen) hat. Der Hundeführer folgt dem Hund bei der Fährte in einem Abstand von 10 Metern. Je nach Ausbildungsstand des Hundes wird die Fährte vom Hund eine bestimmte Zeit nach der Fährtenlegung ausgearbeitet.

Was bedeutet Unterordnung?

Unterordnung ist die Disziplin, bei der wohl die Harmonie zwischen Hundeführer und Hund am besten zu erkennen ist! Diese Harmonie beruht auf gegenseitigem klaren Rangordnungsverhältnissen, Vertrauen, konsequenten Kommandos und wird durch die Arbeitsfreude des Hundes am meisten ausgedrückt. Der Hundeführer muss in der Lage sein, die Stimmung und das Verhalten seines Hundes richtig einzuschätzen und daraus für die Ausbildung die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Er muss spontan und situationsbezogen auf seinen Hund reagieren können, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dies bedarf eines hohen Grades an Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögens. Auch müssen wir uns immer wieder vor Augen führen, der Hund macht immer nur das, was wir ihm beigebracht haben, d.h. bei Fehlverhalten des Hundes, muss der Hundeführer als erstes sein eigenes Verhalten überprüfen, die Fehler liegen sehr viel häufiger bei den Hundeführern, als bei den Hunden.

Was ist Schutzdienst?

Im Sport geht es vor allem darum, den geführten Hund zu einem absolut sicheren, zuverlässigen und auch in Extremsituationen völlig gehorsamen Begleiter zu trainieren. Im IPO-Bereich (IPO: Internationale Prüfungsordnung) geführte Hunde sind daher meistens wesentlich selbstsicherer, ruhiger und besser zu führen als ihre nicht ausgebildeten Artgenossen. Heute bildet man die Tiere immer mehr ausschließlich über Motivation und Spiel ohne wesentlichen Druck aus. Der Hund im Sport lernt nicht, wie oft falsch dargestellt, einen Menschen zu beißen, sondern kann seinen Beutetrieb artgerecht ausleben. Im Sport werden die Hunde ausschließlich auf den Ärmel des Helfers fixiert. Außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel wird ein ausgebildeter Sporthund keinen Menschen angreifen. Im Gegenteil, er reagiert laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.